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BeitragVerfasst: Freitag 14. März 2014, 21:00 
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Hallo zusammen,

vielleicht mag mir jemand eine dumme Frage beantworten... :whistle:

ich bastele gerade an meinem ersten Fantasienetz und lasse die Züge " im Kreis" fahren.

Nun kam mir gerade der Gedanke, dass das vermutlich nicht im Entferntesten der Realität entspricht.

Also habe ich mir das Bayern-Kursbuch 2014 vorgenommen.

Aber hier finde ich keine Informationen darüber, was der Zug macht, nachdem er sein Ziel erreicht hat.

( Alle späteren Züge haben auch ganz andere Zugnummern... )
Bekommt der Zug eine neue Nummer, wenn er von seinem ursprünglichen Zielbahnhof wieder losfährt ?

:confusion-shrug:

Beste Grüße
Fladdermus

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Lernen ist wie
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sobald man damit aufhört,
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(Benjamin Britten)


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BeitragVerfasst: Freitag 14. März 2014, 21:14 
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Fladdermus hat geschrieben:
vielleicht mag mir jemand eine dumme Frage beantworten... :whistle:

ich bastele gerade an meinem ersten Fantasienetz und lasse die Züge " im Kreis" fahren.

Nun kam mir gerade der Gedanke, dass das vermutlich nicht im Entferntesten der Realität entspricht.

Also habe ich mir das Bayern-Kursbuch 2014 vorgenommen.

Aber hier finde ich keine Informationen darüber, was der Zug macht, nachdem er sein Ziel erreicht hat.

( Alle späteren Züge haben auch ganz andere Zugnummern... )
Bekommt der Zug eine neue Nummer, wenn er von seinem ursprünglichen Zielbahnhof wieder losfährt ?
In den üblichen einfachen Fällen fährt der Zug auf der gleichen Linie mit einer neuen Zugnummer zurück. In BAHN musst du aber nicht unbedingt jedesmal die Zugnummer ändern, die Zugnummern in BAHN sind eher Nummern für die Zug-Garnituren. Da kannst du einfach einen oder auch mehrere Züge auf einer Linie hin- und herfahren lassen.

Oder die Züge fahren auch noch auf einer anderen Linie weiter. Ggf. machen die Züge auch vor ihrer Rückfahrt noch einen Abstecher in eine Abstellanlage. Das Züge geteilt werden oder auch mal eine Leerfahrt einlegen gibt es natürlich auch. So weit erstmal für den Anfang :wink:

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BeitragVerfasst: Freitag 14. März 2014, 22:00 
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Registriert: Donnerstag 20. November 2003, 20:41
Beiträge: 2182
Wohnort: Erfurt
Wie micha88 schon geschrieben hat, wird versucht, eine bestehende Zuggarnitur unverändert in die Rückfahrt zu übernehmen.
Folgende Möglichkeiten können passieren:

Wende am Bahnsteig: Der Zug kommt an ein bestimmtes Gleis herein, ändert seine Nummer und Richtung und fährt dann wieder zu Ort der Herkunft zurück
Ist in den Kursbüchern häufig daran zu erkennen, dass zwischen Ankunft und Abfahrt eine relativ geringe Zeitspanne liegt und dass Ankunfts- und Abfahrtsgleis natürlich identisch sind.
Abwandlung: der Zug wird kurzzeitig vom Bahnsteig abgezogen, weil das Bahnsteiggleis noch für andere Züge gebraucht wird.
Bei der Wende wird der Zug nicht weiter behandelt (von kleineren Reinigungsarbeiten abgesehen, z.B. Aschenbecher säubern).

Abstellung: Der Zug wird aus dem Bahnsteigbereich komplett herausgezogen und in einem anderen Teil des Bf ins Abstellgleis geschoben bzw. in einen Abstellbahnhof gefahren, wo er dann abgestellt wird.
In längeren Abstellzeiträumen können auch z.B. Toiletten gereinigt werden oder Nachts auch mal die Waschanlage durchfahren werden.

Züge erhalten mit dem Richtungswechsel i.d.R. eine neue Nummer (wie micha ja auch schon erwähnte) - schon allein, um ein Unterscheidungsmerkmal zur letzten Leistung zu erhalten.

Wie kommen nun die Züge zu ihren Einsatzorten (wenn sie nicht auf dem Fahrplan stehen)?

- Die eine Möglichkeit ist, dass sie vom Vorabend im Abstellgleis stehen und von dort aus bereit gestellt werden

- Die Züge fahren als Leerzüge von ihrem letzten Einsatzort zum Bereitstellungsbahnhof

- Die Züge fahren leer als 2. oder 3. Zugteil eines Regelzuges und werden dann am Einsatzort von diesem getrennt
(passiert hier in NRW z.B. bei einem Zug der Linie RB64. Der Zug besteht aus 3 Triebwagen BR643, der letzte wird in einem kleineren Zwischenbf. vom RB abgetrennt und fährt wieder zurück mit eigenständiger Nummer nach Münster.)


Darüber hinaus gibbet - abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und dem zur Verfügung stehenden Personal - weiterere Möglichkeiten wie z.B. Mischen von Fahrzeugen anderer Linien etc.

LG
Rolf

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Mein Link-Tipp zu BAHN: http://www.gerdinoack.de. Dort findet Ihr Filme und Grafiken zu BAHN von Gerd (Username gnock) und mein neues Fahrzeugarchiv, das auch unter dem neuen Direktlink www.gerdinoack.de/Fahrzeugarchiv_385/ zu erreichen ist.


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BeitragVerfasst: Freitag 14. März 2014, 22:56 
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Beiträge: 245
Wohnort: Neuenhagen bei Berlin
Mojn Mojn Fladdermus,

ich will mal aus meinem Real-/Virtuell-Bahnleben erzählen.
1. In der realen Welt der Eisenbahn ist es so, dass JEDER Zug eine eigene Zugnummer hat. Die Linienbezeichnungen sind in der Regel nur zu organisatorischen und informativen Zwecken. JEDER Zug im Sinne der Eisenbahn heißt, JEDE einzelne Zugfahrt von Beginn bis Ende. Dabei ist es völlig egal, was es für ein Zug ist, welche Zuggattung, Konfiguration oder Fahrzeugart es ist. Ist es ein Zug nach den Bestimmungen der EBBO und den Regelwerken der Eisenbahn, dann darf er nur mit einer eineindeutigen Zugnummer verkehren. Selbst ein so genannter SKL oder ein Gleisstaubsauger oder ein Bagger, der auf die freie Strecke fährt, solange sie nicht gesperrt ist.

2. Es gibt es durchaus, dass Züge richtiggehend im Kreis fahren. Das beste Beispiel dazu habe ich auch öfter "unterm Hintern": Die S-Bahn Berlin mit der Ringbahn.
Dort läuft es so ab, dass von den Planungsverantwortlichen ein Bahnhof festgelegt wurde, der betrieblich Anfangs- und Zielbahnhof ist (bei uns Berlin-Südkreuz). Ein Ringzug, der den Ring komplett fährt, fährt also immer nach Südkreuz (wohlbemerkt betrieblich - für den Fahrgast gibt es auf dem Ring nur das Ziel "Ring 41" oder "Ring 42"). Egal ob er links- oder rechtsrum im Kreis fährt. Kommt er in Südkreuz an, wechselt seine Zugnummer und ergeht in die nächste Runde. Hier siehst Du mal einen Auszug aus dem Buchfahrplan der Ringbahn:
Dateianhang:
Bfpl-Auszug.JPG


Mit allen anderen Zügen, die irgendwo beginnen und enden ist es immer so, dass sie bei Ankunft eine neue Zugnummer bekommen und dann eben zurückfahren, insofern es sich dabei um so genannte Wendezüge oder Triebwagen handelt. Ansonsten werden Loks umgespannt oder gewechselt und der Rest bleibt identisch.

Ich rede bezüglich dieser Zugnummernangelegenheit natürlich nur von der S-Bahn in Berlin, denn auf der "großen" Eisenbahn war ich noch nicht. Es wird aber, da es ja eine Eisenbahn ist, ebenso sein.
Bei uns bestehen die Zugnummern aus der Liniennummer und der Zuggattung und einer laufenden Nummer. Also auf der Ringbahn z.B. siehst Du in dem Buchfahrplanauszug die "S 41532" (Das "S" schreiben die bei uns nicht mehr rein). Das ist die Linie 41, die besetzt regulär fahrende Tageszuggruppe der Linie 41 und die 32. Zugnummer der Tageszuggruppe Linie 41. Die laufenden Nummern unterscheiden sich zusätzlich noch in Gerade und Ungerade, je nach Fahrtrichtung. Da kommen dann noch die verschiedenen Ziffern für die verschiedenen Zuggattungen, wie z.B. 1-2 für regulär besetzt fahrende Stammzüge einer Linie, 3-4 für regulär besetzt fahrende HVZ-Züge oder die 9 für Leerzüge usw. Dann gibt es halt noch Buchstaben vor den Zugnummern, die z.B. das Eisenbahnsystem/-Unternehmen darstellen. Z.B. "S" für besetzt fahrender S-Bahnzug oder "LS" für Leerzug S-Bahn oder bei den "Großen" "OE 12345", was dann ein Zug der ODEG ist oder "NE 61565", was ein Zug der NEB ist. Wie die allerdings ihre Zugnummern aufschlüsseln weiß ich nicht.

Also will ich eigentlich nur sagen, dass Zugnummern bei der richtigen Bahn ein komplexes System sind und nicht nur zufällige Ziffernfolgen. Aber egal welche Zugnummer ein Zug hat, es gibt sie nicht zufällig und es gibt sie kein 2. Mal am laufenden Betriebstag und im gesamten Netz (zumindest) Deutschlands.

Und GENAU SO halte ich es auch in meinem Netz. Jeder Zug fährt exakt nach dem originalen Buchfahrplan. Der ist natürlich nicht öffentlich (Dienstunterlagen).

Hat hoffentlich ebenso geholfen, wie die Erklärung meiner Vorschreiben? ;-)

Herzliche Grüße aus Neuenhagen bei Berlin,
Gunther


Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Man muss sich schon zusammensetzen, ehe man sich auseinandersetzt.
Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein entgegenkommender Zug sein.
... Endstation, dieser Zug verendet hier und kippt um.


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BeitragVerfasst: Samstag 15. März 2014, 11:21 
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Beiträge: 159
Hallo zusammen und danke für eure ausführlichen Erklärungen.

Ich interpretiere das mal so, dass es für ein Fantasie / Testnetz schon ok ist, wenn man die Züge im Kreis oder hin und zurück fahren lässt.

Wenn man später einmal ein Stück Realität abbilden will, bräuchte man man mehr Informationen als im ausgehängten Fahrplan stehen ?
Die sind vermutlich für Otto Normalverbraucher nicht zugänglich ?

Wie macht ihr das ? :ugeek:
Lasst ihr die Züge , die gerade nicht gebraucht werden in einem "Fremddepot" verschwinden oder baut ihr jede Menge Abstellgleise ?

Man muss sich ja dann auch jeweils fragen, wie nahe man der Wirklichkeit kommen will ( und kann )...

Danke und liebe Grüße
Fladdermus

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(Benjamin Britten)


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BeitragVerfasst: Sonntag 16. März 2014, 08:13 
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Registriert: Sonntag 16. März 2003, 15:25
Beiträge: 2076
Guten Tag,

Fladdermus hat geschrieben:
Hallo zusammen und danke für eure ausführlichen Erklärungen.

Ich interpretiere das mal so, dass es für ein Fantasie / Testnetz schon ok ist, wenn man die Züge im Kreis oder hin und zurück fahren lässt.


Ja.

Abgesehen davon, kann man das so pauschal nicht sagen. Bei der Eisenbahn gilt in der Regel das, was die anderen schon geschrieben haben. Eine Zugnummer gibt es pro Tag im Netz nur einmal.

Die S-Bahnen sind allerdings schon ein Grenzfall: Dort werden die Zugnummern oftmals nicht angegeben (jedenfalls nicht öffentlich), und auf die Zuggattung verzichtet man auch (weil es sowieso immer die selbe ist). Außerdem war es zumindest früher so, daß die Eindeutigkeit der Zugnummern dort nicht so strikt gefordert war: Eine S-Bahn-Fahrt in Hamburg und eine in München konnten die selbe Nummer haben. Das ging, weil beide Züge sich gewiß nicht begegnet sind, auch nicht im Falle irgendeiner Störung oder Umleitung. Eine gefährliche Verwechslung war daher ausgeschlossen.

Bei Regional- und Fernbussen vergeben die Unternehmen meist auch einzelne Nummern für jede Fahrt, aber die sind nur eindeutig innerhalb des Unternehmens. Bei der Eisenbahn in DE macht das der Netzbetreiber, d.h. es gilt auch für Privatbahnen, solange sie auf dem Netz der DBAG fahren.

Jedoch kann es die selbe Zugnummer selbstverständlich in einem Nachbarnetz geben, auch wenn sie miteinander verbunden sind (z.B. DB, SNCF, SBB, PKP, CSD). Eine wirkliche Trennung über die ganze Welt gibt es wohl nur im Flugwesen.

Im Nahverkehr ist es dagegen anders: Bei Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen wird sehr oft gefahren, viele Fahrten haben genau den selben Fahrweg. Daher arbeitet man hier traditionell meist mit der Kombination aus Kursnummer (Zugnummer) und Linie (=Symbol für die Fahrtstrecke). Ein Zug behält seine Nummer in der Regel über den ganzen Tag bei, auch wenn er viele Fahrten macht. Auch hier gibt es Varianten: Wenn ein Zug auf eine andere Linie wechselt, bekommt er manchmal auch eine andere Nummer. In manchen Betrieben werden die Nummern aber so vergeben, daß sie sich nicht überlappen und man sie behalten kann. In kleineren Betrieben werden Nummern vergeben, die gleich Linie und Zugnummer enthalten (z.B. 11-16 = Linie 1, Züge 1-6, 21-25 = Linie 2, Züge 1-5 usw.).

BAHN orientiert sich mehr an der Nahverkehrstechnologie. Man kann Zügen mittels Datenwechseln auch eine andere Zugnummer zuweisen, aber in der Regel braucht man diesen Aufwand nicht.

Manches entwickelt sich auch im Lauf der Jahre und nähert sich an: Mit Einführung der Taktfahrpläne ab etwa der 1970er Jahre sind auch bei der Eisenbahn Linien üblich geworden, wie z.B. IC3 oder RE1. Vorher gab es so etwas eigentlich gar nicht. Strecken-(abschnitte) hatten Kursbuchnummern, aber diese wichen von den internen Streckenbezeichnungen ab. Die Linien werden auch bis heute im wesentlichen nur für die öffentliche Kommunikation verwendet, während man intern weiter mit Zugnummern, Streckennummern und anderen individuellen Parametern arbeitet.

Fladdermus hat geschrieben:
Wenn man später einmal ein Stück Realität abbilden will, bräuchte man man mehr Informationen als im ausgehängten Fahrplan stehen ?


Wenn man es sehr genau machen will, dann ja. Im ausgehängten Fahrplan steht doch z.B. nie, welche Lok an dem Zug hängt. Auch die Anzahl und Reihenfolge der Wagen wird lediglich im Fernverkehr dokumentiert.

Bei vielen Eisenbahnen werden auch Bahnsteiginfos nicht vorher bekanntgegeben. An welchem Gleis der Zug fährt, wird dort erst kurzfristig entschieden und über Lautsprecher und Anzeigetafeln bekanntgegeben.

Güterzugfahrpläne werden nirgends ausgehängt, sind aber im Internet durchaus zu finden.

Fladdermus hat geschrieben:
Die sind vermutlich für Otto Normalverbraucher nicht zugänglich ?


Der könnte damit auch gar nichts anfangen und interessiert sich nicht dafür. Meistens ist er schon mit den Informationen völlig überfordert, die im Bahnhof aushängen.

Vieles findet sich aber in Zeitschriften und im Internet.

Vor Jahrzehnten galten betriebsinterne Infos zu Eisenbahnen noch als strikt geheim. Heute ist das in der Regel nicht mehr so. Trotzdem wird manches zurückgehalten, z.B. Infos über Abstellorte von Fahrzeugen und die Personaldienste dort, um es den Schmierfinken nicht zu leicht zu machen.

Fladdermus hat geschrieben:
Wie macht ihr das ? :ugeek:
Lasst ihr die Züge , die gerade nicht gebraucht werden in einem "Fremddepot" verschwinden oder baut ihr jede Menge Abstellgleise ?


Ich lasse sie meist in Pseudo-Depots verschwinden, manchmal auch an einem Taktpunkt stehen.
Wenn die selbe Garnitur auch eine andere Leistung fahren kann, dann nehme ich sie auch dafür. Eine neue Zugnummer vergebe ich da aber nicht.

Fladdermus hat geschrieben:
Man muss sich ja dann auch jeweils fragen, wie nahe man der Wirklichkeit kommen will ( und kann )...


Ja, das ist aber eine sehr individuelle Entscheidung. Da kann jeder ganz unterschiedliche Prioritäten setzen.

liebe Grüße,
Jan B.


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BeitragVerfasst: Sonntag 16. März 2014, 10:02 
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Hallo Jan,
danke für deine ausführlichen Hinweise. :D

Ja, es ist eine gute Idee, die gerade nicht benötigten Züge "einfach von der Bildfläche verschwinden zu lassen"

Mit Pseudodepot meinst du wohl so ein Grafikelement, das ein Schienensymbol und den Buchstaben "D" enthält ?
( Habe ich ausprobiert, geht prima. )

Wie viele verschiedene Züge kann man denn in Bahn in solch einem Depot "abstellen" ?

Ist schon klar, dass solche Fragestellungen die wenigsten interesieren.
Und viele sind mit den Infos am Bahnhof tatsächlich bereits überfordert.
Es gibt auch bei uns in der Gegend schon Kurse an der VHS wie diesen hier:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/vhs-kurs-zum-fahrkarten-kauf-aid-1.2328677 :wink:

Mit den besten Grüßen
Fladdermus

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BeitragVerfasst: Montag 17. März 2014, 09:50 
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Registriert: Sonntag 16. März 2003, 15:25
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Guten Tag,

Fladdermus hat geschrieben:
Hallo Jan,

Mit Pseudodepot meinst du wohl so ein Grafikelement, das ein Schienensymbol und den Buchstaben "D" enthält ?


Dieser Begriff ist mehrdeutig.

1. In einem Streckennetz, das nach einem Original gebaut ist, ist jedes zusätzlich eingebaute Depot ein "Pseudodepot". Also jedes, das man für die Simulation eingebaut hat, obwohl es beim Vorbild dort keines gibt. Beispiele dafür finden sich meistens am Rand des Netzes, also dort, wo die Strecken das simulierte Gebiet verlassen und in ein "nichts" führen. Es ist egal, welche Bauform man dafür wählt.

2. Innerhalb eines Streckennetzes werden gerne die von Dir erwähnten Symbole verwendet, um Depots zu markieren, die es

a) dort nicht gibt und die nur zum Zweck der Simulation dort gebaut wurden

oder

b) um ein Depot darzustellen, das auch beim Vorbild keine Abstellhalle hat, sondern nur Freiabstellflächen. So etwas ist gar nicht so selten.

Fladdermus hat geschrieben:
Wie viele verschiedene Züge kann man denn in Bahn in solch einem Depot "abstellen" ?


Beliebig viele. BAHN setzt da keine Grenze.

Ebenso geht BAHN davon aus, daß innerhalb dieser "black box" Gleisanlagen existieren, mit denen sich die Reihenfolge der Züge beliebig ändern läßt, und das auch noch in beliebig kurzer Zeit.

Beim Vorbild ist das freilich nicht so. Da stehen oft viele Züge/Busse auf einem Gleis/einer Spur hintereinander. Man muß dann schon beim Einrücken darauf achten, daß es zur Reihenfolge beim Ausrücken paßt. Wenn es mal nicht klappt, dann ist das Rangierpersonal mitunter stundenlang beschäftigt, um es wieder passend zu machen.

Mit den besten Grüßen,
Jan B.


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BeitragVerfasst: Montag 17. März 2014, 12:40 
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Hallo Jan,
danke für die Info.

Ja, dann ist es wohl auch eher ein akademisches Problem, auf welches Gleis in einem Depot ein Zug einrückt...
( Zu dem Thema hatte ich ja auch eine Frage gestellt )
Ist ja aber auch schön, wenn nicht alles so kompliziert ist . :oops:
Gruß
Fladdermus

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BeitragVerfasst: Montag 4. Januar 2021, 22:57 
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Registriert: Donnerstag 31. Dezember 2020, 14:44
Beiträge: 2
Wohnort: Leipzig
Hallo,

in Leipzig (LVB) gibt es seit 1993 mit Einführung des Rechnergestützten Betriebsleitsystem ein neues System zur Kennzeichnung der "Kurse". Die ersten beiden Ziffern sind die Linie, die dritte verät den Strbf., die 4 die Fortlaufende Nr.. So sind die Züge sauber erkennbar. Beim wechsel auf eine andere Linie ändern sich nur die ersten zwei Ziffern, ab und an auch alle vier (bei Dopplung was selten vorkommmt). Dies vereinfacht die Weichenstellung, da über RBL gesteuert.

Bis 1993 war es so, das die erste Ziffer den Strbf. angab, die zweite und dritte die Fortlaufende Nr. war.

Bei der großen Bahn finden sich die Zugnummern in den Fahrplänen. Außer Leerfahrten, die findet man als Otto Normal nicht. In JBSS Bahn hänge ich bei Rangierfahrten an die Linie ein r drann oder ab.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 6. Januar 2021, 14:46 
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Registriert: Montag 17. März 2003, 16:55
Beiträge: 3077
Wohnort: Dortmund
ToWa04179 hat geschrieben:
Beim wechsel auf eine andere Linie ändern sich nur die ersten zwei Ziffern, ab und an auch alle vier (bei Dopplung was selten vorkommmt). Dies vereinfacht die Weichenstellung, da über RBL gesteuert.


Dieses System wird in ähnlicher Form wohl bei nahezu allen Betrieben genutzt. Die "Fortlaufende Nummer" wird aber meist so gewählt, dass im Regelfall diese eigentliche Kursnummer nicht verändert wird. Wir haben das bei uns in Dortmund auch so in der Form. Bei den Bussen haben wir viele Linienverknüpfungen und die Kurse sind so gewählt, dass jede Nummer je "Linienbündel" nur einmal vorkommt. Gleiches gilt bei uns bei der Stadtbahn.


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