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gestaffelte A'beschleunigung & m/s² im Zugverband übernehmen

Verfasst: Dienstag 14. Dezember 2021, 12:30
von Hasenbahner
Moin zusammen,

ich hab da mal zwei Wünsche zum Thema Anfahrbeschleunigung. Mit diesem Thema beschäftige ich mich doch sehr oft, um eine möglichst realistische Darstellung des Vorbildes hinzubekommen.

Zum einen fällt mir bei Zugverbänden auf, dass die Anfahr- und Bremsbeschleunigungen nur vom vorderen Fahrzeug umgesetzt werden. Im Falle von gekuppelten Triebwagen, -zügen oder Straßenbahnen dürften diese idR bei beiden/allen Zugteilen recht ähnlich sein.
Ich würde aber auch gerne bei Güterzügen Zugverbände bilden. Ein 700m langer Wagenzug hat durch sein Gewicht natürlich eine deutlich geringere Anfahrbeschleunigung, als die Lok, die dem Zug vorgespannt ist.
Wenn in einem Zugverband auch die geringste Anfahr-/Bremsbeschleunigung ausgewertet und umgesetzt werden würde (wie es ja bei der Geschwindigkeit schon getan wird), könnte ich dem Wagenzug eine deutlich geringere Beschleunigung zuweisen, als der einzelnd fahrenden Lok, die ja ohne Anhängsel nahezu Rennwagenwerte erreichen kann.
Bislang werden nach dem Kuppeln nur die Werte der führenden Lok ausgewertet. So hätte der 4000t-Güterzug eine bessere Anfahrbeschleunigung als so manch Triebwagen.


Des weiteren gibt es aktuell ja nur einen Wert für Anfahr-, und Bremsbeschleunigung. Grade die Anfahrbeschleunigung fällt aber im höher werdenden Geschwindigkeitsbereich jedoch teilweise beachtlich ab. Ein S-Bahntriebwagen beispielweise erreicht bei einem Geschwindigkeitswechsel von 120 km/h auf 140 km/h bei weitem nicht mehr die m/s², die im niedrigen Geschwindigkeitsbereich direkt nach dem Anfahren umgesetzt werden können.
Vielleicht gibt es hier ja eine Möglichkeit, optional geschwindigkeitsabhängig verschiedene Werte eingeben zu können. Als erste Idee fällt mir da ein, das man zumindest einen zweiten Wert eingeben kann, der für die obere Hälfte des V-Bereiches gilt.
Ich stelle mir das in etwa so vor:

Beschleunigung in m/s²
Anfahr
0 - xxx* km/h 0,5
xxx* - v_max 0,25

*halber Wert der v_max

Ich hoffe, ich konnte mein Anliegen einigermaßen verständlich rüber bringen. :lol:

Grüße
Hasenbahner

Re: gestaffelte A'beschleunigung & m/s² im Zugverband überne

Verfasst: Donnerstag 16. Dezember 2021, 16:20
von Dierk Nüchtern
Grundsätzlich ist das eine gute Idee. Dann müsste man aber die Werte etwas flexibel gestalten können.

Bei unseren Bussen ist es zum Beispiel so, dass die Beschleunigung im unteren Geschwindigkeitsbereich niedriger ist, als ab ca. 40 km/h.

Re: gestaffelte A'beschleunigung & m/s² im Zugverband überne

Verfasst: Freitag 17. Dezember 2021, 21:48
von Jan Eisold
Hallo,

wenn man das ganze konsequent zu Ende denkt, dann müsste man Zugkraft-Geschwindigkeitsverläufe abbilden (im übrigen auch für die Bremskräfte...) - also den ersten Schritt einer vielleicht irgendwann mal vollwertigen Fahrdynamik. Als Vorstufe dazu könnten punktweise definierte Beschleunigungsstufen in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit implementiert werden. Die Frage ist allerdings, wieviele Nutzer das dann auch anwenden würden, denn selbst unter unseren Studierenden tun sich sehr viele mit den fahrdynamischen Zusammenhängen doch eher schwer...

MfG Jan

Re: gestaffelte A'beschleunigung & m/s² im Zugverband überne

Verfasst: Samstag 18. Dezember 2021, 09:05
von Hasenbahner
Jan Eisold hat geschrieben:Hallo,

wenn man das ganze konsequent zu Ende denkt, dann müsste man Zugkraft-Geschwindigkeitsverläufe abbilden (im übrigen auch für die Bremskräfte...)
Moin,

die Bremskräfte habe ich ausgelassen, da es dafür im Eisenbahnwesen ja oft den Bremswegabstand zwischen Vor- und Hauptsignal als limitierenden Faktor gibt. Da habe ich für mich die Bremsbeschleunigungen einfach dadurch "errechnet" (bzw einfach in BAHN ausprobiert), welchen Wert ein Zug aus welcher Geschwindigkeit braucht, um auf 1000m von v_soll auf 0 herunterzubremsen.

Aber natürlich hast du recht, wer A wie Anfahrbeschleunigung sagt, muss auch B wie Bremsbeschleunigung sagen :p
Jan Eisold hat geschrieben:Als Vorstufe dazu könnten punktweise definierte Beschleunigungsstufen in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit implementiert werden.
Genau das ist die Variante, an die ich auch denke. Um das Thema anfangs nicht zu sehr ausarten zu lassen, hatte ich erstmal an nur einen zweiten Wert gedacht, der in BAHN durch v_soll geteilt durch 2 meines Erachtens nach recht klar zu definieren sein könnte.
Jan Eisold hat geschrieben:Die Frage ist allerdings, wieviele Nutzer das dann auch anwenden würden, denn selbst unter unseren Studierenden tun sich sehr viele mit den fahrdynamischen Zusammenhängen doch eher schwer...
Deshalb sollte das Ganze optional bleiben. Wer also über die klassische Angabe jeweils eines Wertes für A.- und B.-Beschleunigung hinaus gehen will, könnte über ein Kontrollkästchen in eine zweite Zeile oder gar in eine ganze Tabelle gelangen, wo man definierte Werte nach dem eigenen Befinden eintragen könnte.

Grüße
Hasenbahner